KI News · Folge 61 ·

Google zeigt Argon, aber die Tür bleibt zu

Google hat Gemini 4 Argon vorgestellt, gleichauf mit GPT-6 Astra in der unabhängigen Messung, aber zum Start nur für ausgewählte Sicherheitspartner. Dazu klopft die FTC bei OpenAI und Anthropic an, und OpenAI nennt die Zahlen zum gekürzten Pro-200-Abo. Die Folge ist heute länger, weil wir alles Wichtige drin haben.

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Heute an Bord

  • Gemini 4 Argon: nur Fairwind-Partner und Google-Teams, Einführungspreis 2 und 10 Dollar je Million Token (danach 4 und 20), 53 Punkte bei Artificial Analysis gleichauf mit Astra, Opus 5.5 mit 58 vorn, Halluzinationsrate 15 Prozent, Agenten-Beispiele mit Kleingedrucktem, keine Model Card gefunden
  • FTC: Untersuchung gegen OpenAI, Anthropic und weitere, Auskunftsverlangen in den kommenden Wochen, noch keine Pressemitteilung
  • OpenAI Pro 200: von 20-mal auf 10-mal Plus ab 30. Oktober, Einordnung 'halbiert', 62.500 Credits
  • GitHub-Ecke: PageIndex (Fragen an lange PDFs ohne Vektor-Datenbank) und Parrot (lokaler Meeting-Recorder, nur Mac)
  • Hermes-Funk: Sprachpakete als Plugin, bezahlte Anbieter und Wartezeiten, Onboarding, Nachts-Aufträge, NVIDIA NeMo Relay, Hermes Fleet fürs iPhone (Community), Praxis-Tipp: Hermes auf Deutsch stellen
  • Von der Brücke: KI-Betriebssystem auf Hermes-Basis, Modell austauschbar, Datenschleuse
  • Schlagzeilen: DeepSeek und Huawei, Google zahlt Verlagen, Ant Ling-3.1-flash

Die Folge zum Nachlesen

Donnerstag, und der rote Faden heute ist eine Tür: Wer darf rein, und zu welchen Bedingungen?

Google zeigt Gemini 4 Argon. Gestern Abend um 22:00 Uhr unserer Zeit hat Google sein neues Spitzenmodell vorgestellt. Zum Start bekommen es nur ausgewählte Partner aus dem Fairwind-Programm, also Cyber-Verteidiger, und Googles eigene Teams. Der breite Start soll „as soon as possible“ kommen, zuerst für zahlende API-Kunden und Abonnenten von Google AI Ultra. Ein Datum nennt Google nicht, zu Regionen auch nichts.

Die unabhängige Messung von Artificial Analysis sieht Argon bei 53 Punkten, gleichauf mit GPT-6 Astra. Vorn liegen Opus 5.5 mit 58 und Sonnet 5.5 mit 56. Den Programmier-Bestwert von 77,9 Prozent hat Google selbst gemessen, und in Googles eigener Tabelle liegt Argon im Terminal-Test hinter Opus 5.5.

Beim Preis lohnt der zweite Blick. Der Einführungspreis von 2 und 10 Dollar je Million Token hat eine Fußnote: Danach gelten 4 und 20. Und Argon schreibt pro Aufgabe im Schnitt 62.000 Ausgabe-Token, Astra nur 27.000. Billig pro Token heißt nicht billig pro Aufgabe.

Eine Zahl ist wirklich gut: Die Halluzinationsrate liegt bei 15 Prozent, bei Astra bei 51. Dafür liegt die Trefferquote bei 50 Prozent, bei Astra bei 63. Das Modell rät seltener, und es weiß auch weniger. Und die Google-Beispiele aus dem eigenen Haus haben Kleingedrucktes: 300 TiB Speicher gelten „once rolled out“, der Rust-Umbau steckt noch in der Prüfung, und die 2,7-fache Geschwindigkeit beim Video-Decoder gilt gegenüber dem bestehenden Rust-Port, nicht gegenüber C++. Eine Model Card habe ich nicht gefunden, obwohl Verteidiger das Modell ohne Cyber-Sperren bekommen.

Die FTC klopft an. Laut einem Sprecher gegenüber CNBC hat die US-Handelsbehörde eine Untersuchung gegen OpenAI, Anthropic und weitere KI-Firmen eröffnet. Auskunftsverlangen sollen in den kommenden Wochen rausgehen. Die Einordnung: Eine Pressemitteilung gibt es nicht, alles beruht auf anonymen Vertretern und der Bestätigung eines Sprechers. Der Vertreter selbst sagt: „We are in the investigative phase.“

OpenAI nennt die Zahlen zu Pro 200. Laut E-Mail an Pro-Kunden, deren Wortlaut Nutzer gepostet haben und die The Next Web als OpenAI-Angabe meldet, sinkt die Nutzung ab 30. Oktober von 20-mal auf 10-mal der Plus-Menge. Bis 29. Oktober gilt die alte Menge, dazu gibt es einmalig 62.500 Credits im Wert von 2.500 Dollar. „Halbiert“ ist dabei ein Vergleich mit dem API-Listenpreis, keine garantierte Halbierung der Arbeit.

Aus der GitHub-Ecke: PageIndex. Fragen an lange PDFs, ohne Vektor-Datenbank. Das Programm baut ein Inhaltsverzeichnis als Baum, läuft lokal per pip, kostet laut README rund 0,001 Dollar pro Seite und steht unter MIT-Lizenz. Haken: Die 98,7 Prozent sind Herstellerangabe, lokal geht nur Text-PDF, und deine Dokumente gehen an das angebundene Sprachmodell. https://github.com/VectifyAI/PageIndex

Im Hermes-Funk können neue Sprachen jetzt als Plugin kommen, für Python-Seite, Terminal und Desktop in einem Paket. Mein Praxis-Tipp: hermes config set display.language de, danach Gateways neu starten. Das übersetzt nur die Oberfläche, nicht die Antworten des Agenten.

Kurz notiert: DeepSeek und Huawei veröffentlichen Werkzeuge für Huaweis KI-Chips (Software, noch kein Leistungsbeweis). Google zahlt rund 100 Verlagen, oft unter 0,1 Prozent ihres Werbeumsatzes.

Kapitel

  • 0:00 — Start und Begrüßung
  • 0:28 — Gemini 4 Argon: Wer darf rein?
  • 6:03 — FTC klopft an
  • 7:50 — OpenAI Pro 200: Zahlen und Einordnung
  • 10:05 — Like, Abo und Glocke
  • 10:31 — GitHub-Ecke: PageIndex und Parrot
  • 12:24 — Hermes-Funk: Sprachpakete, NVIDIA, Praxis-Tipp
  • 16:08 — Von der Brücke
  • 17:27 — Schlagzeilen
  • 18:46 — Ausblick und Abschied

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