KI News · Folge 41 ·

Google und Meta liefern, aber du zahlst pro Aufgabe

Google bringt Gemini 3.8 Flash, vier Stunden später bringt Meta Muse Spark 1.3. Beide billiger pro Token, beide laut Artificial Analysis rund 40 Prozent teurer pro Aufgabe. Dazu: 6 curl-Lücken von Aisle, wo Mythos und Codex Security nichts fanden. Und zwei Studien zu Perplexitys Quellen.

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Heute an Bord

  • GOOGLE UND META LIEFERN, ABER DU ZAHLST PRO AUFGABE: Gemini 3.8 Flash für 0,75/3,75 Dollar, 73,7 Prozent auf DeepSWE, Opus 5 bei 74,0. Muse Spark 1.3 mit 75,4 davor. die Messung: Gemini 58 statt 40 Cent pro Aufgabe, Muse Spark 55 statt 40. Flash Cyber nur über Fairwind.
  • Curl: MYTHOS 0, CODEX 0, AISLE 6: Daniel Stenberg: „Mythos: 0. Aisle: 29.' Sechs CVEs in curl 8.22.0, alle von Aisle, alle Stufe niedrig. Kroah-Hartman sieht dasselbe bei Linux.
  • Perplexitys Quellen: Trellner: 3 Seiten mit 215.128 gefertigten Seiten, 60 Prozent der Quellen außerhalb der Top 100.000. Haus Research: 35 Prozent der Zitate ohne die Zahl. Einordnung: nur die API, einmal gemessen.
  • Kommentare & Olli Persönlich: acht Stimmen von gestern, Dank und die Frage nach dem KI-Sichtbarkeits-Werkzeug. Neu: Themen-Abstimmung fürs nächste lange Video im angehefteten Kommentar.
  • GitHub-Ecke: VoiceStudio, lokale ElevenLabs-Alternative mit Voice-Cloning, Dubbing, Diktier-Widget, AGPL. Zweitfund Atlas: Versionsverwaltung für Coding-Agenten.
  • Hermes-Funk: Hermes auf Deutsch (AIIANER-Extensions), lokale Modelle im Desktop mit Hardware-Ampel, Bot-Runden parallel, achtes Gratis-Modell Muse Spark 1.3, Teams-Meeting-Pipeline. Praxis-Tipp: lokales Modell einrichten.
  • Von der Brücke: In der AIIANER-Community bauen wir ein KI-Betriebssystem ausschließlich auf Hermes-Basis. Datenschleuse, Lokyy Brain, Hub, bis zu 3 Live-Calls pro Woche, Handy-App. Live, Registrierung offen, früh dabei = mitgestalten.
  • Schlagzeilen: Claude bedient den Computer im Hintergrund. Astra laut Polymarket bei 82 Prozent für heute. Mistral Vibe trainiert standardmäßig auf Eingaben. US-Justizministerium pro Fair Use. Anthropic-Prüftool.

Die Folge zum Nachlesen

Donnerstag, und die Frage des Tages lautet: Wer hat nachgemessen?

Google und Meta haben gestern am selben Abend geliefert. Gemini 3.8 Flash kam am Nachmittag, das dritte Flash-Modell in sechs Wochen, für 0,75 Dollar pro Million Eingabe-Token. Auf dem Programmier-Test DeepSWE schafft es 73,7 Prozent, Opus 5 liegt bei 74,0. Vier Stunden später kam Meta mit Muse Spark 1.3, laut Zuckerberg „fast zu billig, um es abzurechnen“, und mit 75,4 Prozent auf demselben Test vor Opus 5 und GPT-5.6 Sol.

Dann hat Artificial Analysis gemessen. Gemini kostet pro Aufgabe 58 statt 40 Cent, weil es 30 Prozent mehr Ausgabe-Token schreibt. Muse Spark kostet 55 statt 40 Cent, weil es 57 Prozent mehr Eingabe-Token verbraucht. Beide rund 40 Prozent teurer pro Ergebnis. Nach Fable 5.1 am Dienstag der dritte Fall in drei Tagen. Der Token wird billiger, das Modell denkt länger, die Aufgabe wird teurer. Das ist kein Zufall mehr, das ist das Geschäftsmodell. Und Googles Cyber-Variante gibt es nur über ein Zulassungsprogramm. Nach Anthropic und OpenAI der dritte Türsteher in einer Woche.

curl: Mythos 0, Codex 0, Aisle 6. Daniel Stenberg, Entwickler der Software, die auf fast jedem Gerät Daten aus dem Netz holt, berichtete Ende August: Anthropics Mythos findet keine Lücken mehr, OpenAIs Codex Security zeigt eine leere Liste. Einen Tag später: „Mythos: 0. Aisle: 29.“ Die Sicherheitsfirma Aisle hatte 29 Berichte eingereicht, sechs wurden echte CVEs, gestern in curl 8.22.0 behoben. Linux-Chef Greg Kroah-Hartman sieht dasselbe bei Linux. Einordnung: Alle sechs Lücken sind Stufe niedrig, und Aisle verkauft genau das. Aber nachgemessen hat das curl-Team, nicht der Hersteller.

Perplexitys Fußnoten. Trellner Research hat 380 Software-Fragen gestellt und alle 7.534 zitierten Quellen geprüft: 60 Prozent kommen von Seiten außerhalb der Top 100.000. Drei Seiten betreiben zusammen 215.128 gefertigte „Best-of“-Seiten mit gleicher Vorlage, geschrieben für die Maschine. Haus Research hat 310 Faktenfragen gestellt: Bei 35 Prozent der Zitate steht die Zahl nicht auf der Seite. Beide Studien haben nur die Perplexity-API getestet, einmal, auf Englisch. Trotzdem: Eine Fußnote ist erst ein Beleg, wenn du sie öffnest.

Aus der GitHub-Ecke: VoiceStudio. Eine offene, komplett lokale Alternative zu ElevenLabs. Stimme klonen aus 3 bis 15 Sekunden, Dubbing, Hörbücher, Diktier-Widget, Deutsch dabei. Braucht 8 Gigabyte RAM und 4 Gigabyte Grafikspeicher, Apple Silicon läuft nativ. Lizenz AGPL, die Modelle darunter teils nicht kommerziell. Beta, aber über 15.000 Sterne: https://github.com/debpalash/VoiceStudio

Im Hermes-Funk sind lokale Modelle jetzt ein eigener Anbieter im Desktop. Hermes prüft deine Hardware und zeigt pro Modell eine Ampel: grün passt auf die Grafikkarte, orange braucht den Arbeitsspeicher, rot zu groß. Runtime installieren, Modell laden, fertig. Faustregel: 8 Gigabyte Grafikspeicher für kleine Modelle, 16 für die großen. Dazu laufen Bot-Runden parallel, das achte Gratis-Modell ist Muse Spark 1.3, und es gibt eine Teams-Meeting-Pipeline.

Kurz notiert: Claude bedient deinen Computer jetzt im Hintergrund, Beta für Pro und Max, Hermes kann das seit dem 18. August. Polymarket sieht Astra heute bei 82 Prozent, OpenAI schweigt seit Dienstag. Mistral trainiert bei Vibe Standard auf deinen Eingaben, wenn du nicht widersprichst. Das US-Justizministerium stellt sich laut The Decoder im NYT-Verfahren auf die Seite von Fair Use.

Kapitel

  • 0:00 — Kalt-Start & Begrüßung
  • 0:52 — Google und Meta liefern, aber pro Aufgabe teurer
  • 4:23 — curl: Mythos 0, Codex 0, Aisle 6 CVEs
  • 6:10 — Perplexitys Quellen: 215.000 gefertigte Seiten
  • 7:56 — Kommentare & Olli persönlich
  • 8:42 — Kanal-Support & Themen-Abstimmung
  • 9:09 — GitHub-Ecke: VoiceStudio & Atlas
  • 10:32 — Hermes-Funk & Von der Brücke
  • 15:01 — Schlagzeilen: Claude, Astra, Mistral, DOJ, check-content
  • 16:18 — Spotify, Ausblick & Outro

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